Akteure im Fall Arbenz



Ölbild 110x110 cm












































Die Zusammenarbeit mit meinem Verleger Al Leu
und meiner Lektorin Marianne Rudolf
ist eine wunderbare Erfahrung für mich.


Am Sonntag, 6.April 2008 machte ich mit meinem Mann Bruno, meinem Verleger Al Leu und seiner Frau Martina in Zürich eine Tatortbegehung.

Am Morgen schneite es noch wie verrückt, doch am Nachmittag war uns das Wetter gnädig. Wir trafen uns im Zug und starteten unsere Wanderung an der Bahnhofstrasse, gingen weiter den Rennweg hoch, dann hinüber zur Synagoge, weiter zur Bäckerstrasse, dann Diener- und Langstrasse.
Dort nahmen wir den Bus und liessen uns zum Schützenhaus Albisgüetli fahren.
Auf dem grossen Platz vor dem Schlafbus von Ernst Sieber war ein ganzer Schwarm Krähen versammelt. Ein einsamer Mann fütterte die schwarzen Gesellen.

Es hatte zu nieseln begonnen, und es war saukalt. Um uns aufzuwärmen, setzten wir uns eine Weile ins Restaurant Schützenhaus und tranken Kaffee.
Danach ging es weiter mit dem Bus bis zum Paradeplatz. Von dort aus machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Bürkliplatz, überquerten die Quaibrücke und nahmen am Bellevue das Tram zum Rigiplatz, wo wir mit der Rigibahn zum Zürichberg hochfuhren.

Später schauten wir uns die Häuser an der Carmenstrasse an.
Überall wird gebaut, Zürich ist wieder einmal eine einzige Baustelle …

Auf Anweisung von Al machte Martina Aufnahmen von den Orten, die nach meinen Angaben in meinem Kriminalroman eine Rolle spielen.
Auch mich fotografierte Martina.
Al liess mich vor Werbemotiven mit erotischem Touch posieren.
Und jedes Mal, bevor Martina auf den Auslöser drückte, rief er mit erhobenem Zeigefinger:
»Nicht lachen! Ein Autorenfoto muss seriös und überzeugend wirken.«
Und schon bleckte ich die Zähne …

Inzwischen war es schon nach 17 Uhr, und wir mussten uns beeilen, rechtzeitig zum Chinesen an der Langstrasse zu kommen, wo wir uns mit meiner Lektorin Marianne Rudolf trafen. Sie wäre gerne bei der ganzen Tatortbegehung dabei gewesen, doch ihr operierter Fuss hinderte sie daran.

Bei einem gemütlichen Nachtessen und witzigen Gesprächen liessen wir den Abend ausklingen.
Nun wird Al Leu meinen fertigen Kriminalroman lesen und sein Urteil fällen.
Ich hoffe, der grosse Zampanò ist zufrieden mit meiner Arbeit, dann geht das Werk demnächst in die Endphase zum Druck.